Supernanny und Co.

Wie versprochen, wenn auch vielleicht etwas später als erwartet folgt jetzt hier ein Kommentar zu Supernanny, Erziehungscamps und ähnlichem. Zunächst kommt aber ein Hinweis: Ich kann hier nur meine eigene Meinung wiedergeben, die sich natürlich aus dem ableitet, was ich an unserer Schule für Sozialwesen lerne, deshalb aber noch lange nicht deren Meinung repräsentiert. So und jetzt geht's los:

Was die Supernanny angeht, so finde ich, dass vieles von dem was Katja Salfrank- so heißt die doch,oder?- gar nicht schlecht ist. Konsequent sein, Entscheidungen erklären und besprechen, generell einen Plan aufstellen, was für wen, wann läuft ist innerhalb einer Familie sicher eine gute Idee. Das Problem liegt für mich eher darin, dass die Maßnahme meiner Ansicht nach zu kurz greift. In drei Tagen lassen sich Strukturen, die sich in einer Familie über Jahre entwickelt haben nicht grundlegend ändern. Bei den meisten Fällen, die in der Serie vorgestellt werden, wäre eine langfristige Begleitung sicher wesentlich sinnvoller.

Erziehungscamps in der Wüste fallen in den Bereich der Erlebnispädagogik. Diese hat sicher auch ihre Berechtigung und ist in besonders extremen Fällen auch häufig sehr erfolgreich- ob es gleich ein Camp in der Wüste sein muss, oder ob nicht auch das Survival Camp im Pfälzer Wald ausreicht, sei dahingestellt. Jedenfalls bezweifle ich die Zweckmäßigkeit einer Maßnahme, die permanent von Kameras begleitet wird und davon lebt, dass Jugendliche gegen Regeln verstoßen, möglichst auffällig sind und sich daneben benehmen doch stark. Abseits der Kameras mag aber auch ein Erziehungscamp durchaus ein gangbarer und manchmal sinnvoller Weg sein.

So ich hoffe, das beantwortet die offenen Fragen adäquat, freue mich über Nachfragen und noch ganz viele Nachrichten in unserem Gästebuch!

14.3.07 19:54

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